Blick · Azimutspanne · Höhe 0–90°
Meteor-Scatter MonitorMSK144

Standort & Zeit

LIVE
Ablauf:

Aktive Meteorströme

Antennen-Kompass

245°

Scatter-Karte

Sektor folgt:
Sprungdistanz 500–2200 km · Ringe alle 500 km
Copyright Stefan Junger – Weitere Informationen & Impressum

Meteor-Scatter Monitor

Planungshilfe für Meteor-Scatter-Betrieb (z. B. MSK144 auf 6 m/2 m): Wo stehen die Radianten, wie verteilen sich die Meteore am Himmel und wohin lohnt es sich, die Yagi zu drehen.

Bedienung

Darstellung

Antennenempfehlung (vereinfachtes Modell)

Für Forward-Scatter sind Funkstrecken günstig, die etwa quer zur Radiant-Richtung verlaufen – dort werden Trails bevorzugt „broadside“ getroffen. Die Dichterose gewichtet dazu Aktivität, Radiantenhöhe und sin²(Δ Azimut); die Empfehlung nennt beide Richtungen der besten Achse. Für ein konkretes QSO gilt weiterhin: Antenne aufs Ziel, Sked in die aktiven Stunden legen.

Sporadischer Untergrund: Apex-Modell

Der Apex ist der Punkt am Himmel, auf den sich die Erde bei ihrem Umlauf zubewegt (90° von der Sonne entfernt). Die Apex-Quellen machen etwa 25–30 % der Sporaden aus – den größeren Teil liefern Helion-, Antihelion- und Toroidalquellen, die hier als gleichmäßiger Sockel eingehen. Genau genommen sind es zwei Quellen, eine nördliche und eine südliche, je rund 15° ober- und unterhalb der Ekliptik; der Pfeil markiert die Mitte zwischen beiden.

Der Staub stammt von rückläufigen Bahnen: Wir treffen frontal auf ihn, mit bis zu 72 km/s. Das ergibt helle, lang nachleuchtende Spuren – nahe am Radianten allerdings stark verkürzt. Für den Funkbetrieb sind sie überproportional wertvoll, weil die Ionisationsausbeute steil mit der Geschwindigkeit steigt; deshalb ist der Apex-Anteil hier höher gewichtet als bei visuellen Zählungen.

Der richtungsabhängige Anteil folgt der Apex-Höhe über dem Horizont – daraus ergeben sich zwei Effekte von selbst:

Die Apex-Richtung ist am Himmel als Doppelpfeil markiert, ein kurzer Pfeil über der Horizontlinie zeigt sie zusätzlich als „Flugrichtung Erde“ mit Azimut an; im Kompass erscheint sie als Pfeilspitze am Ring, in der Stromliste mit Höhe und Deklination. Ein Teil der sporadischen Spuren strahlt entsprechend vom Apex weg und läuft dort schneller.

SDR-Baken (nur bei Standort in Europa)

Für Backscatter-Empfang per SDR werden Richtung und Distanz zu GRAVES (143,050 MHz, Weltraumradar bei Dijon) und zur BRAMS-Bake (49,97 MHz, Dourbes/Belgien) angezeigt: als Mast-Marker am Horizont der Himmelsansicht, als Raute am Kompassrand und als Punkt auf der Scatter-Karte. Die SDR-Buttons im Antennenpanel drehen das Heading direkt auf die jeweilige Bake. Hinweis: GRAVES strahlt in einen Süd-Sektor – Stationen nördlich des Radars hören Reflexionen aus Richtung des Radars und dahinter; BRAMS strahlt zenitnah und ist vor allem im Umkreis von einigen hundert Kilometern nutzbar.

Radiantendaten & ZHR nach IMO-Kalender (genähert, mit täglicher Radiant-Drift). Der Mond wird mit korrekter Position und Phase dargestellt (Scheibe gegenüber 0,5° vergrößert) – für Meteor-Scatter ohne Belang, für die Orientierung am Himmel aber hilfreich. Keine Planetendarstellung.